Deutliche Forderungen am 1. Mai in Barnstorf
Klare Worte und zugespitzte Forderungen prägten die DGB-Maikundgebung am 1. Mai auf dem Rathausplatz in Barnstorf. Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann Eure Profite!“ machten die Rednerinnen und Redner deutlich, dass soziale Gerechtigkeit und sichere Arbeitsbedingungen stärker in den Fokus rücken müssen. Für den Kreisverband Diepholz im Sozialverband Deutschland (SoVD) sprach Vorsitzender Bruno Hartwig.
Der 1. Mai sei kein Tag zum Ausruhen, sondern ein politisches Signal, betonte Hartwig. Angesichts steigender Gewinne und wachsender Belastungen für viele Haushalte kritisierte er eine zunehmende soziale Schieflage. „Arbeit ist keine Ware“, stellte er klar und forderte faire Löhne sowie sichere Arbeitsplätze.
Besonders hob er die Situation von Rentnerinnen und Rentnern, Erwerbsgeminderten und Menschen mit Behinderungen hervor, deren Interessen stärker berücksichtigt werden müssten. Gleichzeitig warnte er vor politischen Tendenzen, soziale Leistungen zu kürzen und Arbeitsbedingungen zu verschlechtern.
Zu den zentralen Forderungen des SoVD zählen existenzsichernde Löhne, bessere Bildungschancen und eine verlässliche Rente. Zudem sprach sich Hartwig für eine gerechtere Besteuerung großer Vermögen aus, um den Sozialstaat langfristig zu sichern.
Sein Fazit fiel deutlich aus: Ohne Solidarität und soziale Sicherheit geraten nicht nur Arbeitsbedingungen, sondern auch der gesellschaftliche Zusammenhalt in Gefahr.
Ein vielfältiges Programm begleitete die Kundgebung. Nach der Eröffnung durch den DGB-Kreisvorsitzenden Matthias Müller richteten neben Hartwig auch Samtgemeindebürgermeister Alexander Grimm sowie Vertreter der Juso-Arbeitsgemeinschaft Dümmerland und des Bündnisses „Wir sind mehr“ ihre Beiträge an die Besucherinnen und Besucher. Die zentrale Mairede hielt Maximilian Schmidt von „Arbeit und Leben“.
Der SoVD nutzte die Veranstaltung zudem, um die Weiterentwicklung seiner Kampagne „Für mehr Miteinander“ vorzustellen. Mit Blick auf die Kommunalwahlen in Niedersachsen im September suchten Mitglieder des Kreis- und der Ortsverbände das Gespräch mit den Teilnehmenden. Dabei standen konkrete Fragen im Mittelpunkt: Wie ist die Versorgung vor Ort – etwa bei Mobilität, medizinischer Betreuung oder Freizeitangeboten?
Ziel sei es, die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger sichtbar zu machen und diese in die kommunalpolitische Diskussion einzubringen, erklärte der SoVD-Kreisverband Diepholz.
