Umfrage „Finanzielle und soziale Sicherheit“
Rund 640 Befragte antworten zu finanziellen Aspekten und GerechtigkeitSoVD-Umfrage zeigt: Geld bereitet Menschen Sorgen
Hannover. Eine Umfrage des Sozialverbands Deutschland (SoVD) im Landkreis Diepholz zeigt: Viele Befragte machen sich mehr finanzielle Sorgen als noch vor einigen Jahren, müssen ihren Konsum einschränken und haben nicht ausreichend Geld, um privat vorzusorgen. Der SoVD sieht mit den Ergebnissen die derzeitigen Entwicklungen und Probleme bestätigt und fordert von der Politik ein schnelles Eingreifen, damit sich die soziale Ungerechtigkeit nicht weiter verschärft.
Immer mehr Menschen sind aufgrund ihrer finanziellen Situation beunruhigt. Das bestätigt auch eine SoVD-Umfrage. Über 60 Prozent der Befragten gaben an, sich um das Thema Geld mehr Sorgen zu machen als noch vor ein paar Jahren, mehr als die Hälfte gibt bewusst weniger Geld aus. 57 Prozent haben nicht die Ressourcen, um privat vorzusorgen, damit sie im Alter gut versorgt sind. „Das sind erschreckende Zahlen, allerdings bestätigen sie den derzeitigen Trend. Die Menschen in Niedersachsen sind angesichts der hohen Preise und der wirtschaftlichen Situation verunsichert“, erläutert Bruno Hartwig, Vorsitzender des SoVD-Kreisverbands Diepholz. Besonders besorgniserregend sei die Tatsache, dass 93 Prozent der Befragten der Meinung sind, der Wohlstand in Deutschland sei ungerecht verteilt.
Im Hinblick auf diese Zahlen weist Niedersachsens größter Sozialverband darauf hin, dass soziale Ungerechtigkeit und Verunsicherungen den gesellschaftlichen Zusammenhalt und auf Dauer auch die Demokratie gefährden. „Deshalb ist es an der Zeit, dass die Politik endlich etwas tut – und zwar sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene“ fordert Hartwig. Zu den wichtigsten Forderungen gehören laut Hartwig eine Steigerung des Rentenniveaus auf mindestens 53 Prozent, bezahlbare Mieten, ein 29-Euro-Ticket für Bus und Bahn sowie Preisbremsen für Strom und Gas.
Der SoVD hat die nicht-repräsentative Befragung im Rahmen seiner Kampagne „Für mehr Miteinander“ während verschiedener Aktionen im ganzen Landkreis durchgeführt. Insgesamt haben rund 640 Menschen daran teilgenommen.