Sozialpolitik
Diskussion zur Bundestagswahl am 23. FebruarDie Zeit wird knapp
Das merkten die sechs Kandidatinnen und Kandidaten für die Bundestagswahl im Wahlkreis 33, die auf Einladung des SoVD-Kreisverbandes Diepholz am 24. Januar zu einer Podiumsdiskussion in das Stadttheater Sulingen gekommen waren. Denn in der im „Battle“-Format durchgeführten Diskussion hatten die beiden Antwortenden jeweils nur zwei Minuten Redezeit, um ihre Position zu einem sozialen Problem darzustellen und damit um Stimmen zu werben. Wer überzeugen wollte, die oder der musste schnell auf den Punkt kommen.
Anders als üblich, konnte sich nicht jeder Kandidat zu jeder Frage äußern. Vielmehr konnten sich auf eine Frage zwei Podiumsteilnehmer melden und sie an bereitgestellten Stehtischen beantworten; wobei die verschiedenen Positionen deutlich werden sollten. Notfalls forderte die Moderatorin Kandidaten zur Teilnahme auf.
Die Fragen kamen aus den Bereichen, die täglich Thema beim SoVD sind: Gesundheit, Pflege, Arbeit, Rente, bezahlbares und barrierefreies Wohnen, ÖPNV, Teilhabe. Diskutierte Stichpunkte waren z.B. Bürgerversicherung, Pflegedeckel, Wertschätzung der Pflegenden, Mindestlohnerhöhung, Fachkräftemangel und -einwanderung, Aktienrente nach schwedischem Modell, Mietpreisbremse, Wohnungsbauförderung, Anrufsammeltaxi im ländlichen Raum, Deutschlandticket, Kindergrundsicherung, Medienkompetenz als Schulfach.
Nachdem die vorbereiteten Themen abgearbeitet waren, hatten die etwa 200 Besucher noch Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen. Dabei wurde unter anderem angeregt, dem Ärztemangel mit der Abschaffung des Numerus Clausus für das Medizinstudium und gleichzeitiger Erhöhung der Ausbildungskapazitäten entgegenzuwirken. Diesem Vorschlag stimmten alle Podiumsteilnehmer einhellig zu.
Hier finden Sie den Bericht der Kreiszeitung über die Veranstaltung.




