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Veranstaltung zum Equal Pay Day am 17.03.2018

Frühstücksveranstaltung mit Referat

Lisa Schmidt eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Teilnehmer/innen im Namen des SoVD Kreisverband Diepholz und im Namen der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Sulingen, Anke Harzmeier. Beide zeigten sich erfreut über die zahlreiche Teilnahme. Ein herzliches Willkommen galt Marleen Knust, der Equal-Pay-Beraterin des Vormittages, sowie der Vertreterin der Kreiszeitung.

Die Frauensprecherin des SoVD KV Diepholz führte aus, die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern in Deutschland liege seit Jahren bei rund 21%. Das sind 21% zu wenig Geld in den Geldbörsen der Frauen. Statistisch müssten die Frauen bis zum 18. März arbeiten, um den Vorjahresverdienst der Männer zu erreichen. Die Bundesrepublik Deutschland bildet damit eines der Schlusslichter in der Europäischen Union.

Dies hat unterschiedliche Gründe: Frauen fehlen in bestimmten Berufen, oder erlernen Berufe, die schlechter bezahlt werden. Frauen arbeiten seltener in Führungspositionen und häufiger in Teilzeit oder in Minijobs. Warum eigentlich werden soziale Berufe, die eher von Frauen ausgeübt werden, so schlecht bezahlt? Und das, obwohl sie doch eine hohe gesellschaftliche Wertschätzung genießen und darüber hinaus unverzichtbar sind. Hier denken wir u.a. an Erzieherinnen, Altenpflegerinnen und Krankenschwestern, führte Lisa Schmidt weiter aus.

Marleen Knust referierte über die Ursachen und Folgen dieser ungleichen Bezahlung und ging ebenso auf die typisch weibliche Berufswahl, die Auswirkungen langer Teilzeitanstellungen und die Stolperfallen im Minijob ein. Frauen kümmern sich um alles, denken aber selten an ihre eigene Versorgung. Weiter führte sie aus, dass mehr Mädchen als Jungen ihr Abitur machen, und das oft mit einem besseren Ergebnis. Trotzdem entscheidet sich ein großer Teil der Mädchen für einen „Sackgassenberuf“, in dem sie sich nicht weiter entwickeln können. Mädchen sollten jede Möglichkeit ergreifen, eine Berufsorientierung in den unterschiedlichsten Berufen zu nutzen.

Marleen Knust beantwortete umfassend die zahlreichen Fragen und Anmerkungen der Zuhörerinnen. Auch die spätere Rente und Steuerklassen waren ein Thema des Referates. Es war ein sehr informativer Vormittag.

 

Lisa Schmidt