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Pressemitteilung - Jobcenter - Gespräch mit Bernd Jobs

Jugendliche Arbeitslose unter 25 Jahren, fehlerhafte Hartz IV Bescheide, Langzeitarbeitslose und Chancen für Mangelberufe durch Flüchtlinge, zu diesen Fragen hatte der Sozialverband Deutschland ( SoVD ) Kreisverband Diepholz Bernd Jobs in seiner Funktion als Leiter des Jobcenters im Landkreis Diepholz eingeladen.

Fragen zur Situation jugendlicher Arbeitsloser stellte Renate Dinse. Bernd Jobs teilte mit, dass es immer einen Anstieg zum Ausbildungsende bzw. einer Übergangsphase zu neuen Arbeitgebern gibt. Es ist aber festzustellen, dass diese Gruppe in den letzten Jahren weniger geworden ist. Um alle Jugendlichen mitzunehmen, ist im Vorfeld u. a. der Erwerb des Hauptschulabschusses ein Ziel, überbetriebliche Ausbildungen, verstärkte Vermittlung in Betriebe, oder assistierte Ausbildungen. Keiner, so Bernd Jobs, soll verloren gehen, dies gilt auch in Zeiten des demografischen Wandels.

Rudolf Dyk wollte Antworten zu fehlerhaften Hartz IV Bescheiden. Die angefochtenen Bescheide, so Bernd Jobs, ist seit Jahren rückläufig. Man hat sich im Jobcenter intensiv mit der Problematik beschäftigt. Einzelne Maßnahmen waren und sind Mitarbeiter, die Betroffenen Inhalte von Bescheiden erklären oder interne Fortbildungen. Fehler können immer passieren, insbesondere bei einer schwierigen Ausgangslage in den ersten Jahren.

Wie bewertet das Jobcenter die Lage von Langzeitarbeitslosen über 50 Jahre wollte Ortwin Stieglitz wissen. Hierbei handelt es sich um Menschen, die länger als 12 Monate ohne Arbeit sind, so Bernd Jobs, bei Langzeitbeziehern spricht man von 24 Monaten. Auch hier ist das Jobcenter bemüht, diesen Menschen zu helfen. Über individuelle Strategien, Betreuungen oder dem Projekt 50 ist man bei den Betroffenen am Ball. Es sind aber z. B. gesundheitliche Einschränkungen zu beachten, hier wären andere Tätigkeiten, aufgrund beruflicher Erfahrungen, hilfreich. Auch stehen Einarbeitungszuschüsse zur Verfügung.

Zum Thema Fachkräftemangel und Flüchtlinge teilte Bernd Jobs mit, dass man erste Datenerhebungen macht. Zunächst muss aber ein geklärter Rechtstatus vorhanden sein. Dann kann man weiter sehen.

Ortwin Stieglitz bedankte sich für den SoVD Kreisverband Diepholz bei Bernd Jobs für das informative Gespräch und den Auskünften seiner Behörde, der er seit 2004 von Anfang an vorsteht. „Rufen Sie an, wenn ich kommen soll, dann treffen wir uns wieder“, sagte Bernd Jobs zum Schluss.

Eine Forderung des SoVD Bundesverbandes an die Berliner Politik ist, insbesondere für  ältere, behinderte und gering qualifizierte Menschen, gezielte Hilfen anzubieten. Für diejenigen, die mittelfristig nicht in den ersten Arbeitsmarkt integrierbar sind, muss eine Beschäftigungsoffensive gestartet werden.