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„Ich bin nicht behindert. Ich werde behindert.“

Auftaktveranstaltung am 04.05.2018 in Hannover

Mit einer Auftaktveranstaltung auf dem hannoverschen Kröpcke haben der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen und das Forum Artikel 30 ihre gemeinsame Kampagne „Ich bin nicht behindert. Ich werde behindert.“ gestartet. Damit setzten sie ein klares Zeichen für mehr Inklusion, Barrierefreiheit und Teilhabe. Für den Kreisverband Diepholz fuhren Ursula Tebelmann, Karin Bösche, Rudy Dyk, Heinz-Hermann Thiesfeld und Ortwin Stieglitz nach Hannover.

Bereits von Weitem konnte man hören, wo der SoVD sich aufgestellt hatte. The Boppin Blue Cats von der Lebenshilfe Peine-Burgdorf zeigten fetzig ihr Können. Der SoVD-Landesverband war so nicht zu überhören und mit einem farbenfrohen Stand auch nicht zu übersehen.

„Dass die Große Koalition in Niedersachsen jetzt ausgerechnet im Bildungsbereich die Schließung der Förderschulen hinauszögert, ist ein großer Rückschritt“, kritisierte der stellvertretende SoVD-Landesvorsitzende Bernhard Sackarendt in seiner Rede. Damit entstehe der Eindruck, Inklusion sei auf der Prioritäten-Liste ganz nach hinten gerückt.

Die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Mareike Wulf und die stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Sylvia Bruns räumten dringenden Handlungsbedarf ein, man habe viel Zeit verstreichen lassen. Politische Prozesse sind eingeleitet und entsprechende Maßnahmen sollen auf den Weg gebracht werden.

In den Diskussionen forderten Betroffene, dass es gerade im Bereich der schulischen Inklusion dringend bessere personelle und finanzielle Unterstützung geben müsse. Die Kampagne sei gerade mit Blick auf die Landespolitik wichtig, damit es weiter geht.

Für die Abordnung aus dem Kreisverband Diepholz stand allerdings auch fest, dass Inklusion sich nicht nur auf den schulischen Bereich beschränkt, sondern die allgemeine Teilnahme am gesamten Leben beinhaltet. Unsere Aufgabe ist es, weiter für die Rechte von Behinderten auf allen Gebieten zu kämpfen.