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SoVD-Kreisverband Diepholz

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Kreisfrauentagung im Gasthaus Freye in Osterbinde

03.07.2009

Was ist Demenz?

"Was ist Demenz?" war das Thema der diesjährigen Kreisfrauentagung am 04.06.2009 im Gasthaus Freye in Osterbinde. Mehr als 80 Teilnehmerinnen und darunter diesmal auch einig Herren waren an diesem Thema sehr interessiert. Auch unser Kreisverbands-Vorsitzender Bruno Hartwig ist der Einladung unserer Kreisfrauensprecherin Gisela Schröder gern gefolgt. In seinem Grußwort konnte Bruno Hartwig auf 90 Jahre Frauenarbeit im  zurückblicken, sehr zur Verwunderung einiger Teilnehmerinnen. Bereits am 13.Dezember 1918 haben sich in Frankfurt am Main 350 Frauen zusammengefunden und es wurde die Sektion Kriegshinterbliebene gegründet.

Um es vorweg zu nehmen, die Leiterin des Pflegedienstes der Diakonie in Syke, Christina Körbel, war eine sehr gute Wahl unserer Frauensprecherin für dieses Thema. Einfühlsam und behutsam bereitete sie auf dieses schwierige Thema die Teilnehmerinnen vor. In 2008 waren über eine Million Menschen an Demenz erkrankt. Es sind jährlich 250.000 Neuerkrankungen zu verzeichnen mit steigender Tendenz. Demenz entsteht durch viele Faktoren wie z.B. Abbau der Gehirnmasse, Schlaganfall.

Eine Demenz  ist ein Defizit in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten, die zu einer Beeinträchtigung von sozialen und beruflichen Funktionen führt und fast immer, aber nicht ausschließlich mit einer diagnostizierbaren Erkrankung des Gehirns einhergeht. Vor allem ist das Kurzzeitgedächtnis, ferner das Denkvermögen, die Sprache und die Motorik, nur bei einigen Formen auch die Persönlichkeitsstruktur betroffen.

Demenzkranke leben in einer anderen Welt und man kann sie nicht zurückholen. Um sie zu erreichen, muß man in die Welt des Demenzkranken hineingehen. D.h., Fehlleistungen zu akzeptieren, keine unnötige Aufmerksamkeit auf Fehler lenken, Erinnerungshilfen geben, die Umgebung anpassen, keine unnötigen Veränderungen vornehmen und Routine schaffen. Es gelte, Symbole zu schaffen wie z.B. für Tage, Monate, Bad. Wichtig ist, die Erkrankten wertzuschätzen, denn sie spüren, ob man ihnen ohne Vorbehalte gegenübertritt.

Die Bibliothek des Lebens von Richardson zeigt, daß den Demenzkranken am Ende des Lebens  einige Kapitel abhanden gekommen sind. Erinnerungen an die Zeit bis zum 18.Lebensjahr sind gut erinnerbar, alle anderen Ereignisse des frühen und späten Erwachsenenalters geraten durcheinander. Entscheidend ist auch, dem Erkrankten Sicherheit zu geben und sobald man merkt, daß sich etwas in der Persönlichkeit seines Mitmenschen verändert, den Arzt aufzusuchen.

Demenz kann hinausgezögert werden, aber nach den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht geheilt werden.

 

 




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